Schüleraustausch mit Aschaffenburg

Im Drachenboot

Eine Stadt mit 70 000 Einwohnern, mit 30 Schulen. Aber warum ist es so eindrucksvoll für die Schüler des Herman Ottó Gymnasiums? Diese Stadt gibt den ungarischen Jugendlichen jedes zweite Jahr etwas, was lebenslang dauert. Eine besondere Freundschaft.

Zwei Schulen bieten die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm teilzunehmen. Dieses Jahr ist es wirklich cool abgelaufen. Wir - die ungarischen SchülerInnen sind im Sommer nach Deutschland gefahren und dort haben wir eine unvergessliche Woche mit unseren deutschen GastschülernInnen verbracht. Außer den wunderschönen Sehenswürdigkeiten und den spannenden Programmen haben wir auch viele seelische Erlebnisse bekommen. Natürlich haben wir Frankfurt, Würzburg und Aschaffenburg besichtigt und viele witzige Gruppenfotos gemacht. Aber das Wichtigste war das Gefühl, mit diesen tollen Jugendlichen rund um die Uhr zusammen zu sein. Es war ganz traurig,  nach einer Woche von ihnen Abschied zu nehmen, aber wir wussten, dass wir uns in vier Monaten wiedersehen können.

Der Oktober kam schnell, wir haben nur das  bemerkt, dass wir schon auf dem Tiszai Bahnhof stehen und auf unsere Freunde warten.  Diesmal war alles anders als in Deutschland, weil wir schon alle sehr gut befreundet waren.  Wir waren aufgeregt und haben uns nach Hause beeilt, um alles zu besprechen, was in den vier Monaten passiert ist.

Am ersten Tag haben wir unseren Gästen die Schule und die Stadt gezeigt, und am Nachmittag konnten wir das Drachenbootfahren ausprobieren. Wir sind zwar klitschnass geworden, aber die ungarische Pogatsche und der heiße Tee haben uns geholfen. Das  Wochenende haben wir in kleineren Gruppen verbracht: Manche waren in Lillafüred, manche im Höhlenbad von Tapolca oder in Eger. Am nächsten Tag haben wir uns die Tropfsteinhöhle in Aggtelek angeschaut und nach unserer Höhlentour echten ungarischen Flammkuchen „Kenyérlángos“ zum Mittag bekommen. Am Nachmittag hatten wir ein fantastisches Programm, wir haben Laser - Tag gespielt, den wir alle sehr genossen haben. Am Dienstag haben wir unseren Gästen unsere Hauptstadt gezeigt und am letzen Tag in der Abschiedsparty hat die ganze Gruppe ungarische Volkstänze mitgetanzt.

Die deutschen Jugendlichen sind der Meinung, dass  alle Leute in Ungarn nett, offen, freundlich und hilfsbereit sind.

Und was haben wir vor, wie werden wir unsere neuen  netten Freunde und Freundinnen behalten?

Nun haben wir den Plan, uns im Dezember in Wien auf dem Weihnachtsmarkt und im Sommer am Plattensee zu treffen.